Religion kontrovers

Ausgehend von aktuellen Themen der Gesellschaft will die Veranstaltungsreihe „Religion kontrovers“ auf religiöse, künstlerische und wissenschaftliche Traditionen zurückblenden, um die Muster heutiger Lebens- und Entscheidungsprozesse transparent zu machen. Sie will Religion, Kunst und Wissenschaft miteinander verbinden, drei Bereiche, die sich in ihrer Suche nach Zusammenhängen treffen wie auch in dem Entwurf von Weltbildern, die dem Menschen Heimat und Sinn geben können. Wenn wir erkennen, warum wir denken, fühlen und handeln, wie wir es tun, werden Potentiale zur Kreativität und Freiheit wach, die wir in unseren komplexen und interkulturellen Verhältnissen dringend benötigen. Diese drei Performanzen des Menschlichen, Religion, Kunst und Wissenschaft, haben zwar ganz unterschiedliche Ein- und Ausdrucksformen entwickelt, besitzen jedoch einen gemeinsamen Kern, nämlich das scheinbar Gegebene zu transzendieren und hintergründige Prozesse sichtbar bzw. erlebbar zu machen.

Das Konzept der Veranstaltungsreihe besteht aus einem diskursiven und einem performativen Teil; Ersterer setzt sich aus zwei kontroversen Kurzvorträgen von WissenschaftlerInnen aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen; Zweiterer aus einem Theaterbeitrag oder einer performancenahen Theaterform, die das jeweilige Thema spiegelt und die Ebenen hinter dem Sichtbaren sichtbar macht. Konzipiert und durchgeführt werden die Performance-Beiträge von Studierenden im Studiengang Dramaturgie der Theaterakademie August Everding München.

Gesamtkonzeption und Moderation: Michael von Brück
Mitveranstalter: Theaterakademie August Everding, München
Gefördert durch die Udo Keller Stiftung Forum Humanum, Hamburg

Veranstaltungsort: Prinzregententheater, Gartensaal, Prinzregentenplatz 12,
D-81675 München

Themen der nächsten „Religion kontrovers“-Veranstaltungen

29.06.2017, 19.30 Uhr
Integration des Negativen, mit Dr. Anna Gamma und Christoph Schlüren

12.10.2017, 19.30 Uhr
Gottesentzug – Leben in sinnleerem Raum?, mit Prof. Dr. Anne Koch und Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel