Vorlesungsreihe an der Universität Hamburg

 

Vom Sinn und Unsinn der Religion. Diagnostische und therapeutische Anmerkungen

Akademie der Weltreligionen, Universität Hamburg, Hauptgebäude Edmund-Siemers-Allee 1, Hörsaal M, jeweils 18–20 Uhr

Religionen haben sich nicht überlebt, wie große Teile der säkularisierten Moderne erwartet hatten. Im Gegenteil: Religionen machen Angst und Hoffnung zugleich. Sie produzieren Fanatismus und Gewalt, aber auch Mitgefühl und Solidarität. Sie unterliegen alle einem dramatischen Wandel. Aber wohin geht die Reise? Wie überhaupt kommen Menschen darauf, „Religion“ zu haben? Sind Religionen nur Kompensation für Leiden und Tod des Menschen? Oder sind sie mehr? Warum gibt es so viel Fanatismus? Ist das „Missbrauch“ von Religion, oder hängt es mit Religion als solcher zusammen? Ist Kritik an der Religion sogleich Blasphemie oder ein wichtiger Aspekt von Religion selbst? Wo sind die Grenzen? Könnten Religionen friedlicher werden? Können sie dazu beitragen, dass der Mensch endlich „wesentlich“ wird? Wenn ja, wie? Oder können wir auch ohne Religion besser leben und eine Zukunft für die Menschheit gestalten mittels einer „säkularen Ethik“? Können sich Religionen neu finden und gestalten, und was wäre dafür zu tun?


Themen:

19.04.2018: Anthropologischer und historischer Religionsbegriff

23.04.2018: Religion und Macht

26. 04.2018: Religion und Gewalt

02.07.2018: Religionskritik

05.07.2018: Pluralismus der Religionen

09.07.2018: Gegenwartsdiagnostik